Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass zwei Drittel aller Deutschen an verschiedenen Formen von Zahnfleischentzündungen leiden. Im Alter von 40 Jahren gehen mehr Zähne durch Parodontitis verloren als durch Karies.

Heute wird die Parodontitis als echte Infektionskrankheit angesehen. Dies erfordert insbesondere bei chronisch fortschreitenden,

therapieresistenten und aggressiven Verlaufsformen eine spezifische Diagnostik parodontopathogener Bakterien. Weitere Risikofaktoren wie genetische Prädispositionen, systemische Erkrankungen und die Mundhygiene beeinflussen den Therapieerfolg nachhaltig. Auf der Basis moderner mikrobiologischer und molekularbiologischer Diagnostik gewinnen daher individuell auf den Patienten abgestimmte Therapien mit systemisch und lokal applizierbaren Antibiotika immer mehr an Bedeutung. Diese neuen Methoden der oralen mikrobiologischen Diagnostik eröffnen neue Wege für spezifische Prophylaxe-, Behandlungs- und Recall-Strategien in der Parodontologie.